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14. 02. 2020     Unsere CD "Irade" ist endlich im Handel

Fast drei Jahre sind seit Erscheinen der CD Outspoken vergangen, vieles ist seitdem passiert. Die Tournee zur Veröffentlichung führte das Quartett unter anderem nach Tunesien, Aserbaidschan und Izmir sowie von Spanien bis England quer durch Westeuropa. Begeisterte Reaktionen von Publikum und Medien legten nahe, dass Masaa erfolgreich weiter ihren Weg gehen werden. "Die Musik hat einen unglaublichen Flow, eine ausgeklügelte Dramaturgie, ist emotional sehr intensiv und besticht stets mit einem Trompeten- und Flügelhorn-Sound, der an Nähe und Wärme kaum zu überbieten ist", konstatierte NDR Info. Und bei Süddeutsche.de war zu lesen: "[...] zeigt jeder Einzelne seine persönliche Note, gemeinsam werden diese zu einer Musik, die laute und leise, nachdenkliche und intensive Töne, Orient und Okzident auf außergewöhnliche Weise vereint." Doch dann ein unerwarteter Bruch: Pianist Clemens Pötzsch verließ 2018 die perfekt eingespielte Band. "Nach einiger Überlegung haben wir uns dafür entschieden, mit Gitarre statt Klavier weiter zu machen", erklärt Trompeter Marcus Rust, "zumal wir Reentko Dirks von unseren Studientagen in Dresden kannten." Der Wechsel bringt natürlich Veränderungen in Klang und Ästhetik, die Masaa souverän für sich zu nutzen weiß. Weiterhin steht der eindringliche, zurückhaltend mit Arabesken verzierte Gesang Rabih Lahouds im Zentrum, prägen sein über mehrere Oktaven warmes Timbre und seine Ausdruckskraft bis in hohe Register alle Songs von Irade. Geblieben sind auch die feinsinnigen Arrangements, deren kraftvolle Dynamik zuweilen gängige kammermusikalische Rahmen sprengt. Dafür sorgt nicht nur der enorme Umfang von Lahouds gravitätischer Stimme, sondern auch das ausgesprochen variable, unverkennbar im zeitgenössischen Jazz angesiedelte Spiel von Rust und Drummer Demian Kappenstein. An ihrer Seite kreiert nun Reentko Dirks nuancierte, in dieser Form bei Masaa noch nicht gehörte Klänge, dank seiner speziellen akustischen Gitarre, aus deren Körper zwei Hälse wachsen. Irade bedeutet Willenskraft und stand schon früh als Titel für das Album fest. "Die Willenskraft meines Herzens schläft, wenn ich nicht an sie glaube - zum Beispiel weil mir jemand gesagt hat, ich hätte keinen Willen, ich hätte keine Kraft, ich könnte nichts verändern", erklärt Rabih Lahoud. "Sobald ich aber weiß, dass ich das alles doch in meinem Herzen habe, erwacht meine Willenskraft und ich erlebe mich und mein Leben neu. Ich kann Dinge verändern." Als Kind katholischer Maroniten 1982 im Libanon geboren und aufgewachsen, hinterfragte Lahoud schon früh die dort allgegenwärtige Forderung, sich für eine Seite entscheiden zu müssen. Bis heute lehnt er sich gegen schwarzweiße Regeln auf, mit denen er nicht nur im Nahen Osten, sondern auch während seines Studiums in Düsseldorf konfrontiert wurde. Alle Titel auf Irade wurden eigens für die aktuelle Konstellation geschrieben, wie früher schon gestaltete die Band gemeinsam die Arrangements. Der neue, detailgenau gewobene Masaa-Sound klingt noch lebendiger und dynamischer. Er changiert zwischen Intimität und individueller Melodik, schillernden Wendungen und überraschenden Kontrasten, wechselnden Tempi und Grooves. Mehr denn je kreiert das Quartett eine konsequent eigenständige, unvergleichliche Klangsprache, die in vieler Hinsicht künstlerisch vereint, was von anderen gern durch imaginäre Schranken oder echte Grenzen getrennt wird.


erhältlich u.a. bei

 

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© 2016 Rabih Lahoud             ©Photos: Christian Debus, Inez Schäfer, Andy Spyra, Dominik Wagner, Beate Steil, privat

letzte Änderung: 28. 07. 2020                                                                                                                                                                                                                                                Suche

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